07.04.2014

Für Klimaschutz, Bildungschancen und Mitsprache: Lemgoer Grüne stellen Wahlprogramm vor

Die Lemgoer Grünen haben ihr Wahlprogramm vorgelegt. Mit den Schwerpunkten Klimaschutz, Familie und Verkehrspolitik sieht sich die Partei als klare Alternative zu den übrigen Fraktionen des Lemgoer Stadtrates.

Die Grünen möchten die Erneuerbaren Energien und die Fernwärme in Lemgo ausbauen sowie mehr Mittel für die Klimaschutzberatung und energetische Sanierung. Sie lehnen Fracking-Vorhaben ab und bekennen sich zum Ausbau der Windkraft in Lemgo an den für Mensch und Natur bestgeeigneten Standorten. Ferner wollen die Grünen den Nahverkehr zu Fuß, per Rad und ÖPNV verbessern: Vorschläge sind barrierefreie Wege, mehr Fahrradabstellplätze, Busverkehr am Wochenende und Radstreifen an Bismarckstraße/ Bruchweg. Kürzungen beim Stadtbus lehnen die Grünen ebenso ab wie den Bau der Nordumgehung – diese würde keine spürbare Entlastung für die Innenstadt bringen, aber mehr Verkehr von der A2, neue Belastungen für den Entruper Weg und eine Zerstörung des Erholungsgebietes Ilsetal.

Für Familien und Kinder planen die Grünen eine Entlastung der Kita-Beiträge für U3 und eine Beteiligung der Elternvertretungen mit Stimmrecht im Jugendhilfe- und Schulausschuss. Für Jugendliche wollen die Grünen eine zweite Skaterbahn und ein Jugendparlament in Kooperation mit den Schulen. Bei den Schulen halten die Grünen einen Inklusionsplan Lemgo für überfällig. Am Heldmanskamp möchten die Grünen Haupt- und Realschule zusammenführen und so längeres gemeinsames Lernen ermöglichen, bei den Grundschulen brauche es eine Qualitätsoffensive für die OGS. Schließlich solle die Stadt notfalls aus Eigenmitteln die Sozialarbeit an Grundschulen ermöglichen. Dies seien vorausschauende Ausgaben für die Zukunft der Stadt und ihrer Kinder.

Bei der Stadtplanung vertreten die Grünen ein „barrierefreies Lemgo“ mit altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Stadtteil. Lemgo soll nach dem Willen der Grünen zur Stadt des Fairen Handels werden.

Zentrale Themen sind die Umweltpolitik und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die Grünen sehen sich als erklärte Vertretung von Umweltinteressen in Lemgo. Sie fordern mehr Blühflächen in der Stadt, den Einsatz für regionale Produkte in Handel und Gastronomie und den naturnahen Ausbau der Bega. Neue Flächenverbräuche müssten durch Entsiegelung kompensiert werden. Für Tourismus und Naturschutz fordern die Grünen ein Ja der Stadt zum Nationalpark Senne und auch für Teile des Teutoburger Waldes.

Die „soziale Stadt Lemgo“ muss nach Meinung der Grünen auch die Belange der gering Verdienenden bedenken. Eine Anpassung des Mietspiegels und dezentraler Wohnraum für Flüchtlinge sind zwei der Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit in Lemgo.

In Kultur und Sport sehen die Grünen keinen Spielraum für weitere Sparmaßnahmen. Vielmehr müsste man ein Ausbluten der Einrichtungen verhindern. Der Pakt für den Sport dürfe nicht gegen, sondern nur mit den Vereinen beschlossen werden. Für das Erreichen der städtischen Sparziele richten die Grünen den Blick auch auf unnötige Investitionen und die Einnahmeseite. Die kommunale Daseinsvorsorge müsse erhalten bleiben.

"Guter Rat ist Grün" - das Wahlprogramm für Lemgo

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