25.02.2015

Stadt Lemgo legt Blühstreifen auf eigenen Flächen an – Umweltausschuss einstimmig für Grünen Antrag

  Die Alte Hansestadt Lemgo wird auf ihren Flächen künftig Blühflächen anlegen, um Insekten und Bienen mehr Nahrungsmöglichkeiten zu bieten. Dies beschloss der Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung auf Antrag der Grünen. In der Sitzung hatte Forst-und-Grün-Leiter Hans-Friedrich Meiercord zahlreiche Einzelmaßnahmen vorgestellt, die die Stadt mit ihren Eigenbetrieben in den nächsten Monaten umsetzen könne. Die Kosten für das Konzept von ca. 5.000€ werden aus der laufenden Unterhaltung gedeckt. Für die Zukunft soll das Konzept weiter entwickelt werden.  

Dr. Burkhard Pohl, grünes Mitglied im Umweltausschuss und Antragsteller, freut sich über das Votum: „Über Fraktionsgrenzen hinaus will der Fachausschuss mehr ökologische Qualität auf Lemgos Grünflächen. Das ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung der städtischen Flächen und zum Schutz der Bienen und der Artenvielfalt. Darüber hinaus ist der heutige Beschluss auch ein wichtiger Beitrag für die politische Kultur. In Umweltfragen sind wir uns in Lemgo einig: Fläche ist nicht unendlich verfügbar. Neben einem Innehalten bei der fortschreitenden Versiegelung von Natur brauchen wir deshalb auch die Aufwertung der verbleibenden Grünflächen und Wälder.“  

Das geplante Maßnahmenpaket umfasst insgesamt sieben Kategorien: Darunter fallen etwa die Einsaat von Blumen und Blühstreifen auf reinen Grünflächen an Friedhöfen, am Wall, an Straßenbegleitgrün oder an Bauminseln im Industriegebiet Hengstheide. Frühere Spielplatzflächen sollen durch seltenere Mahd aufgewertet werden. Auch sollen breitere Straßenrandstreifen in Teilen erst später gemäht werden, um somit die Sukzession bestehen zu lassen. Meiercord wies ferner auf die insgesamt 9600 Narzissen und Krokusse hin, die aufgrund von privaten Spenden an Kreiseln und am Wall gepflanzt werden konnten.  

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